Kleinprojekte aktivierter Personen

Balkon- und Hofwettbewerb

Auf dem Frühjahrsfest im April wurde die Ausschreibung bekannt gemacht. Die Aktiven verteilten selbst gezogene Blumen (in Behältern aus Recyclingmaterial). Bis September konnten die Bewohner/innen ihre Höfe und Balkone mit Fotos dokumentieren und diese als Wettbewerbsbeitrag einreichen. Im September auf dem Herbstfest wurden die schönsten Balkone und Höfe ausgezeichnet. So wurde ein Beitrag dazu geleistet, das optische Erscheinungsbild des Stadtteils über ökologische Maßnahmen zu verschönern.

Fahrrad-Exkursionen

Eine Gruppe von älteren Bewohner/innen lädt zu Fahrrad-Exkursionen in Niedersachsen ein. Dabei werden Orte mit besonders schöner Natur (Rhododendrenpark in Westerstede, Naturparks) oder mit ökologischer Relevanz (Klärwerk) besucht. Für Interessierte Teilnehmende ohne eigenes Fahrrad, werden Fahrräder ausgeliehen. Die Teilnehmenden lernen das Fahrrad als ökologische Mobilitätsalternative kennen und schätzen. Sie erleben aber auch die Schönheit des Hannoveraner Umlandes und betrachten die Naturlandschaft als schützenswert. Der Besuch in Einrichtungen wie z.B. dem Klärwerk vermittelt zudem ökologisches Wissen. Auch können auf der Radtour Lebensmittel gesammelt werden, für die Verwendung im Haushalt (Pilze sammeln, Reste pflücken bei Bauernhöfen, freie Obstbäume aufrufen – siehe www.mundraub.org). 

Koch-Kurs für ökologisches, gesundes, preisgünstiges Kochen

In Hainholz und Sahlkamp fanden 2x pro Monat über einen Zeitraum von 4 Monaten Kochkurse für ökologisches, gesundes und preisgünstiges Kochen stattfinden. Mit je 10-15 Teilnehmenden wurden in jeder Woche unterschiedliche Aspekte ökologischen Kochens in den Vordergrund gestellt (saisonal und regional, Verzicht auf Fleisch, bio und fair). Die Teilnehmenden lernten dadurch neue Rezepte kennen, die sie auch in ihrem Haushalt einbeziehen können. Zum Teil waren sie überrascht, dass es in der eigenen, als fleischorientierten Kultur auch vegetarische Gerichte gibt. Am Ende jedes Kochkurses wurd eine Bilanz erstellt, die genau ermittelt, was das Essen pro Person gekostet hat. Während des Verkostens der zubereiteten Speisen fand darüber hinaus ein informeller Austausch über Ökologie im Haushalt statt. Dabei ging es weniger um Belehrung, als um gegenseitigen Ideenaustausch. In der Regel ist das Wissen, wie die Umwelt geschützt werden kann, leicht zu bekommen, aber es gibt auch viele Fehlinformationen. In dem Austausch ging es vor allem darum, was wirklich stimmt und wie dieses Wissen in den Alltag übertragen werden kann.

Ökologisches Reinigungsteam

Sauberkeit fördert Respekt, Kommunikation und Verantwortungsbewusstsein. Leider lässt die Sauberkeit in den Hochhäusern zu wünschen übrig. Dies hat viele negative Folgen für die Gemeinschaft. Insbesondere die Kinder werden durch dieses Lebensumfeld geprägt (in einem Haus alleine 55 Kinder).

Von daher übernahm das Team die Reinigung der Häuser selber. Dabei setzten sie auf ökologische Reinigungsmittel. Wenn Bewohner/innen aus den Häusern die Reinigung übernehmen, so bestand die Erwartung, werden die anderen Mitbewohner/innen dies mehr schätzen und rücksichtsvoller im Umgang mit den Häusern sein. Zur Reinigung gehörten neben den Hausfluren, Türen und Fenstern auch der Müllbereich sowie das Entsorgen von Gratis-Zeitungen vor dem Hauseingang.

Im Anschluss wurde mit Kindern eine Reinigungsaktion im Umfeld des Hauses und im Park durchgeführt, um auch diesen zu vermitteln, dass Sauberkeit ein Wert ist, der nicht nur in der Wohnung zählt.